Das Ende

Donnerstag, 15.03.2012

Nun ist das Ende gekommen, schnell und heimlich.

Heute verbringe ich meine letzte, sehr kurze Nacht auf Madeira um morgen in aller Hergottsfrühe Richtung Flughafen aufzubrechen.

Da ich leider keinen Direkflug nach Düsseldorf habe zieht sich meine Rückreise unangenehm in die Länge, aber ich bin mir sicher ich komme gut an :-)

Die letzten Tage hier waren schön und ich werde die Insel und das Hotel mit seinen Mitarbeitern wirklich vermissen, aber ich freue mich auch total auf Zuhause und meine Lieben! Aber ich werde definitiv zurückkommen. Das steht fest!

Am Montag geht das 6. Semster los und ich habe noch eine ganze Menge zu erledigen bevor das Sudium endet....Der stressige Alltag hat mich also bald zurück.

 

Vielen Dank an meine Mitleser (falls es noch welche gibt) und bis bald in Deutschland!

 

Tschau, Jenny!

Danksagung & SPA-Vorteile

Sonntag, 11.03.2012

Jetzt wo das Ende naht werde ich langsam sentimental und wollte mich einmal bei meinen großartigen Kollegen und Chefs bedanken!

DANKE, OBRIGADA, THANKS, MERCI, dass ihr alle für mich einspringt und die 8 Wochen ohne mich durcharbeitet ohne zu jammern! Ohne euch wäre alles viel viel schwerer geworden und ich könnte nicht so leichten Herzens in die Ferne gehen. :-)

 

Und außerdem werde ich mich wohl jetzt auch langsam von den Vorteilen im SPA verabschieden müssen. Diese beinhalten nämlich das ständige Ausprobieren der 5 Sterne Marke ESPA und der Nagelprodukte von OPI. Ich werde wohl nie wieder so gepflegte Hände haben :-D

Aber um nicht ganz auf Entzug gehen zu müssen habe ich natürlich bereits meine 30% Mitarbeiterrabatt genutzt und ein bisschen eingekauft. Und mich gleich mal im Internet bei ESPA ( http://www.espaonline.com /) registriert.

Übrigens bin ich am Freitag und Samstag wieder unerwartet in den Genuss von gratis Behandlungen gekommen: Und zwar haben wir jetzt eine neue Therapeutin, die noch üben muss und ich wurde als glückliches Opfer gewählt. So habe ich eine Rückenmassage bekommen, die aber aufgrund der Anweisung einer "alten" Therapeutin und dem Nachmachen der "Neuen" nicht allzu entspannend war. Unnnd ich habe eine Manicure bekommen, mit anschliessendem French Lack. Sieht echt nett aus. Aber ich habe am Samstag zuhause auch einen Manicure....mal schauen was die so macht :-D Kann ja jetzt vergleichen. 

Schnelldurchlauf der letzten Tage!

Donnerstag, 08.03.2012

Ja, ich bin mir meiner Schuld eindeutig bewusst und werde jetzt brav alles nachberichten, was ich in den letzten 23 Tagen erlebt habe….ABER zu meiner Verteidigung möchte ich anfügen, dass ich meinen Blog für mehrere Tage NICHt öffnen konnte! Um zu schreiben!

Erst einmal gibt es jetzt noch einen Deutschen – Hans. Er ist hier um den Mitarbeitern Deutschunterricht zu geben, studiert aber eigentlich Tourismus.
Ich erleide jetzt zumindest nicht mehr alleine das leckere Kantinenessen :-D

Hans
Dann war Karneval vom 18.-22. Februar. Der Karneval hier wird als der tollste in Europa gepriesen und soll dem brasilianischen Karneval sehr ähnlich sein. Also sind Hans und ich gespannt zur Parade am Samstagabend gegangen und haben uns feierlich wie wir sind gleich Glitzerhüte gekauft. Die Parade war auch ganz nett, sehr bunt und mit sehr viel nackter Haut….aber Stimmung ist nicht wirklich aufgekommen. Was aber hauptsächlich an den Zuschauern lag. Kein Klatschen, kein Pfeifen, kein Lachen. Nix…fand ich sehr schade für die Schausteller.
Glitzerhüte!
Dann war ich in einem Museum in dem gezeigt wird wie die reichen hier damals gelebt haben. Sehr interessant. Man kann in den Museen hier alles anfassen, egal wie alt und wertvoll. Nicht sehr nachhaltig aber Geschichte zum Anfassen. Für mich Mitteleuropäer eine untat, schließlich kenne ich Museen nur mit circa 3m Abstand zum bestaunenden Objekt.
Außerdem waren die Menschen früher sehr sehr klein. Die ausgestellten Kleidungsstücke und Betten waren in Hobbitgröße. Der Garten des Museums (eigentlich eine alte Quinta = ehemaliges Herrenhaus) war trotz Regen sehr schön und voller Orchideen. Ich hoffe meine Orchideen Zuhause leben noch!
Berühmtes Fenster im Garten der Quinta das Cruzes
Dann hab ich viel gearbeitet und mich geärgert, dass die Putzfrau keinen Staubsauger benutzt und hatte eine Bindehautentzündung und einen verstauchten Finger. Davon hab ich aber keine Bilder.

Mensch, ich merke gerade wie kreativ ich in meiner Wortwahl bin…bei jedem neuen Absatz benutze ich das Wort „Dann…“ Wie in der Grundschule :-D Also jetzt etwas kreativer:

Als Nächstes ( :-D ) habe ich endlich eine Levada Wanderung gemacht und meine extra für Madeira gekauften Wanderschuhe richtig einweihen können. Die 11km im Landesinneren bei Rabacal waren traumhaft. Wunderschöne Wälder, Wasserfälle, Sonne und natürlich die Levada auf 1300m. Fotos können leider nicht wiedergeben wie schön es war, dennoch habe ich mein bestes getan.
Start auf 1300m Ja, ich war auch am Start dabeiWandergruppe mit mir sehr fotogen in der MitteBeweisfoto: Ich hab Wanderschuhe an!  Einsam ist das Wanderleben :-D Levada Levada Vögelchen das aus der Hand frisst, weil es immer von Wanderern gefüttert wird Wasserfall Levada Wer gewinnt den Preis für den fotogensten Blick? 25 Fontes ohmmmmm Mittagspause    Tunnel am Ende des Wegs...die Marienstatuen sollen keine negative Anspielung auf die 800m Dunkelheit geben....nein, beten muss man da nicht, es gibt ja Iphones mit Taschenlampenfunktion
Nach dem langen Wandertag (Start um halb 9 morgens und Ende um halb 4 nachmittags) wollten Hans und ich natürlich auch pflichtbewusst unseren Tourguide bezahlen, allerdings hat der sich nachdem er uns aus dem Bus gelassen hat so schnell verkrümelt, dass wir vollkommen perplex vor dem Hotel standen. Es waren immerhin 32 €. Ein bisschen schadenfroh und schuldbewusst zugleich sind wir dann erst einmal zurück nach Hause, haben uns aber fest vorgenommen, dass ich am Donnerstag, wenn ich wieder bei der Arbeit bin herausfinde, ob sich die Agentur beim Hotel gemeldet hat und nach „2 German Students“ gefragt hat. Haben sie natürlich und ich habe dann 2 Tage nach der Wanderung bezahlt, wobei mich meine Kollegen bezüglich meiner „Zahlfllucht“ ausgelacht haben. Aber immerhin habe ich so 50% auf den Preis bekommen, da ich im Hotel arbeite. Hätte ich direkt bezahlt (was ja wie gesagt nicht ging, weil der Guide auf einmal weg war) hätte ich den vollen Preis gezahlt :-D

Ich werde jetzt immer erst einmal die Zeche prellen und schauen was passiert :-P
Mhhh….was gab es sonst noch spannendes? Ach ja ich habe schon 3 Stimmen für die Mitarbeiterin des Monats (von den Gästen gewählt indem sie im Gästefragebogen einen Mitarbeiter namentlich hervorheben). Hach war ich stolz :-) !

Und ich war heute shoppen und habe die traumhafte Sonne am Meer genossen.
Und ich muss langsam mal anfangen meinen Praktikumsbericht zu schreiben, das Paket nach Deutschland (um das Übergepäck zu reduzieren) organisieren und den Bericht vom Hotel über mich in Auftrag geben. Beziehungsweise habe ich das schon gemacht, aber hier dauert alles etwas länger und klappt erst bei mehrmaliger Wiederholung. Südeuropa halt.
Oh oh und das tollste hab ich ja fast vergessen! Ich hab ein Päckchen von Willi bekommen uuuuunnnnd ich habe eine Behandlung im SPA bekommen. Einfach so. 1 Stunde 20 Minuten Verwöhnprogramm mit Rücken, Gesichts- und Kopfmassage! Ein Traum!
Und heute war ich shoppen…so um den Abschied von Madeira (noch 8 Tage) einzuleiten und mein Übergepäck (= das Paket das noch organisiert werden muss) auszunutzen!

Nachholbedarf

Mittwoch, 22.02.2012
Ich weiß, ich weiß...ich habe lange nicht von mir hören lassen aber dies werde ich in den nächsten Tagen nachholen. Versprochen! Dann gibt es ganz viel neues vom SPA vom Karneval und und und... Nur leider bin ich während der Arbeitswoche zu erschöpft um noch literarisch tätig zu werden, weshalb ich die Einträge hier meist auf meine freien Abende schiebe...was dieses mal aus Bequemlichkeit aber auch nicht geklappt hat. Schande über mein Haupt! Aber morgen versuch ichs :)

Farberlebnisse

Samstag, 11.02.2012

Neben Geschmackserlebnissen hatte ich hier auf Madeira auch schon Farberlebnissse....ich habe nämlich Wäsche gewaschen und trotz der tollen "Farb-auffang-Tücher" sind meine weißen Tops und Tshirts jetzt LILA....genauer, fliederfarben. Sehr gewöhnungsbedürftig.

Ich weiß, ich weiß jede erfahrene Hausfrau schüttelt jetzt den Kopf, aber in Finnland hat das immer geklappt. Nur hatte ich da nie den lila Schal gewaschen....Tja jetzt wurde er gewaschen und hatte Lust auf mehr lila Begleitung in der Waschmaschine.

Und außerdem hab ich hier nicht so viel Wäsche und muss etwas mehrfarbig waschen...damit es sich lohnt. Deshalb ja auch die Tücher. Die auch lila waren :-D

Trag ich jetzt halt öfters lila hier :-D

Geschmackserlebnisse

Dienstag, 07.02.2012

Wie jedes ferne Land hat auch die Insel Madeira als Teil von Portugal seine ganz eigene Küche.
Über meine bisherigen Erlebnisse mit dieser sowie meine weiteren Pläne will ich hier berichten (das Hotelessen soll hier soweit es geht unerwähnt bleiben, da es sich dabei eher darum handelt satt zu werden statt zu genießen):

Vorspeisen & Suppen
Auf so gut wie jeder Speisekarte findet man hier unter Vorspeisen das super geniale Bolo do Caco (frisches Brot mit Knoblauchbutter, noch warm serviert – zum Sterben gut) sowie mehrere Suppen. Ich habe bisher nur die Tomatensuppe (sopa de tomate e cebola) sowie die Caldo verde probiert. Bei ersterem handelt es sich um eine Tomatensuppe mit Zwiebeln und einem darin schwimmenden pochierten Ei. Letzteres ist eine Suppe mit Weißkohl und dieser Wusrt, dessen Name mir gerade nicht einfallen will….die Wurst gibt es auch in der spanischen Küche…mhhh?
Ich plane aber auch noch die Fischsuppe hie zu probieren, allerdings will ich mir das Restaurant dafür gut aussuchen, ich will schließlich nicht mit Magenproblemen im Bad enden.

Bolo do Caco Tomatensuppe Caldo Verde

Fisch
Da Madeira mitten im Atlantik liegt, bietet sich Fisch als eine der Hauptnahrungsmittel an. Deshalb habe ich auch sofort den berühmten Degenfisch (Espada) probiert. Dieser ist unzubereitet schwarz und hässlich, zubereitet aber zart und weiß und sehr lecker. Allerdings war ich nicht so mutig ihn klassisch mit gebratener Banane und Maracujasauce zu essen, sondern habe die gegrillte Variante mit Kartoffeln gewählt. Aber auch sehr lecker.
Neben dem Degenfisch gibt es hier aber eigentlich alles was im Meer kreucht und fleucht in den Fischabteilungen in den Supermärkten sowie auf dem Wochenmarkt zu bewundern.

Böser, böser Degenfisch

Fleisch
Zu den Spezialitäten von Madeira gehören die Fleischspieße (Espetadas), welche aus Rindfleisch bestehen, welches zusammen mit Lorbeerblättern über dem Holzofengrill gegart wird. Einen solchen Spieß habe ich noch nicht probiert, allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob ich einen ganzen Spieß überhaupt alleine schaffen würde.

Fleischspieß

Gemüse & Obst
An Gemüse ist für mich gerade besonders die Süßkartoffel erwähnenswert, da ich diese vorher noch nicht gekostet habe. Sie ist wirklich…sehr süß.
Obsttechnisch bin ich hier vollkommen überrumpelt worden. Es gibt eine Menge Obstsorten, die ich gar nicht kenne und aufgrund meiner Neigung zu Allergien auch nur vorsichtig genieße. Aber auf dem Wochenmarkt wird man nur so mit kleinen Proben vollgestopft.
Neben den Bananen, welche hier einfach so am Straßenrand wachsen, hier eine kleine Auswahl an Neuentdeckungen:
Tamarillo:
Die gelben bis orangefarbenen, roten oder violetten Früchte sind zweikammerige Beeren dessen inneres Fruchtfleisch, das die ebenfalls essbaren Samen umhüllt, weich, saftig und süßherb schmeckt. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich sie mögen soll.
Custard Apple:
Der Custard Apple oder bei uns als Zimtapfel bekannt hat creme-weißes Fruchtfleisch mit schwarzen kernen undist im reifen Zustand weich und von saftig-breiiger, fein körniger Konsistenz mit süßem Geschmack. Ich habe ihn aber nochnicht probiert....

Tamarillo Custard Apple

Dessert
Die Madeirer sind bombastisch was das backen angeht. Und damit meine ich auch Brot, ich habe bisher noch kein anderes Land bereist, welches so gut an die deutsche Backkunst herankommt. Und besonders toll sind die Gebäckteilchen hier! Lauter kleine, süße Kalorienmonster. Und die Königin die die Pastel de Nata! Ein Blätterteig Pastetchen mit Ei-Puddingfüllung, am besten noch leicht warm…zum dahin schmelzen.

Pastel de Nata

Poncha
Das Nationalgetränk besteht traditionell aus Zuckerrohrschnaps, Zitronensaft und Honig. Es soll angeblich sehr lecker sein und teuflisch noch dazu, aber mein bisheriger Kontakt war eher nicht so beeindruckend. Aber ich habe mir sagen lassen, dass man Poncha nicht überall trinken kann und die richtigen Stellen kennen muss….mal schauen ob ich die noch finde.

Poncha

Wein
Und zu guter Letzt natürlich der berühmte Madeira Wein. Diesen habe ich bisher nur auf meiner Weinführung gekostet, aber ich mochte ihn. Was daran liegt, dass er recht süß ist, was durch den Zusatz von Brandy sowie die Gärung bei um die 45° kommt. Dabei entsteht nämlich Zucker sowie ein leichtes Röstaroma. Sehr lecker.

Madeirawein

Aber ich muss abschließend sagen, dass ich für sehr ausgeartete Geschmackstouren leider nicht sehr viel Zeit habe, da ich nach der Arbeit meist ins Bett falle und lese oder auf ein kleines (hier sehr leckeres Bier) mit den beiden deutschen Azubis gehe. So bleiben mir nur meine freien Tage um mehr zu probieren….

Das letzte Hemd hat keine Taschen…

Dienstag, 31.01.2012

Getreu dem Motto des Titels hatte ich heute einen sehr schönen, wenn auch teuren freien Tag.

Aber wie meine Begleiterin so nett sagt: „Das letzte Hemd hat eine Taschen – und wenn man überlegt was ein Helikopter kostet….“ (@Lisa: Ich hoffe das war jetzt richtig zitiert :-P).

Wir sind also heute wieder sehr erkundungsfreudig um 10 Uhr durchs Inselinnere auf die andere Seite der Insel gefahren. Hierbei war Lisas Mietwagen natürlich sehr hilfreich, wenn ich auch sagen muss, dass die kleinen, engen, kurvigen Bergstraßen nichts für seichte Gemüter sind. Allerdings sehen die dann auch nicht so viel von Madeira.

Wer jetzt der Karte am Bloganfang folgt, hat es leichter meinen Erklärungen zu folgen:
Wir sind also von Funchal über Câmara de Lobos (kleines Fischerdorf mit nettem Hafen) nach Ribeira Brava gefahren.

Hafen bei Câmara de Lobos Hafen bei Câmara de Lobos Bei Ribeira Brava Lisa       

Von dort sind wir durch zig Tunnel nach Sao Vicente zu den berühmten Grotten und dem Vulkanismuszentrum gefahren. Die Grotten sind definitiv einen Besuch wert, und nicht zu vergleichen mit uns bekannten heimischen Tropfsteinhöhlen. Schließlich handelt es sich hier um Kanäle in Gestein Madeiras, die durch Lavaströme entstanden sind. Es finden sich auch zahlreiche kleine Seen in den Gängen, welche von Touristen (und uns) genutzt werden um Wünschmünzen zu versenken.

Grotten bei Sao VicenteWasser mit Münzen in den Höhlen

Um uns aber so Glücktechnisch wirklich abzusichern, sind wir noch weiter nach Ponta Delgada, da dort in einer Kirche ein Wunderkreuz stehen soll. Wir also das Kreuz gesucht, welches erstaunlich klein war und zum Unterstützen des Wunsches gleich noch ein paar Elektrokerzen angezündet. Jahhha, auch die Kirche wird modern, nichts mehr mit Wachskerzen zum Kaufen, jetzt wirft man 10 Cent in eine Maschine und eine Elektrokerze leuchtet auf!

Glückskirche Elektrokerzen

Von dort sind wir wieder zurück über die Vias Rapidas (jedes „s“ wird hier übrigens als „sch“ ausgesprochen) nach Funchal um uns kurz frisch zumachen und mit knurrenden Mägen zur edlen Teezeremonie im Reid’s Hotel aufzubrechen.

Wir ließen uns dann auch nicht lumpen und begannen das Ganze mit einem Glas Champagner und der Teeauswahl (klassisch Reid’s Blend). Bei Sandwiches, Scones, Clotted Cream, Jam, Gepäck und Tee amüsierten wir uns köstlich und fragten uns welche Faux-Pas wir wohl während des Tees begangen haben.


Nach 2 sehr schönen Stunden mit tollem Ausblick für insgesamt 100 € haben wir uns dann total übersättigt noch in die Stadt bewegt und ein wenig gebummelt….

Die erste Arbeitswoche

Dienstag, 31.01.2012

Nach all den freien Tagen kommt jetzt eine gekürte Version meiner 5 ersten Arbeitstage, welche sich in Do, Fr und Mo als Guest Relations und Sa und So als Spa Rezeptionistin aufteilen.

Der Donnerstag begann auch ganz nett und entspannt mit einer näheren Vorstellung meiner Guest Relations Chefin Lina und meines Spa Chefs Diamantino (ich bin jeweils mindestens 1 Kopf größer).
Der Morgen als Guest Relations beginnt mit einem 1stündigen Lauf durch das Hotel, wobei die Konzentration auf dem Frühstücksbereich liegt um Small-Talk mit den Gästen zu machen (Juhu!).

Danach werden die Gästefragebögen eingesammelt und Computerarbeit erledigt (zum Beispiel die Fragebögen auswerten). Zwischendurch werden auch Beschwerden bearbeitet (Gäste deren irgendetwas am 5 Sterne-Zimmer nicht gefällt) und Führungen durch das Hotel vorgenommen. Außerdem werden Poster für Veranstaltungen, Tips des Tages, das Wetter etc. vorbereitet und am Donnerstagabend wird am Gold Member Cocktail teilgenommen, dazu aber später noch mehr.

Da Lina aber jetzt circa 1 ½ Wochen im Urlaub ist, muss ich das alles alleine machen. Vor allem der Frühstücksteil ist dabei für mich noch immer sehr anstrengend und nervenaufreibend, aber ich denke ich werde besser (Small-Talk ist nämlich so eine Sache, die ich ganz in finnischer Manier gerne vermeiden würde).
Wie bereits erwähnt, gehört zum Donnerstag ein Cocktail für Gäste die bereits mehrere Male im Cliff Bay zu Gast waren. Hierzu gehören Sekt (für mich und den jetzt zuständigen Spa Chef Diamantino aber nur Apfelsaft) und noch mehr Small-Talk mit den hauptsächlich sehr alten sowie britischen Gästen (dreifaches Juhu). Dieses nette Zusammensein geht von halb 6 bis 7 und verlängerte dadurch meinen ersten Arbeitstag auf 10 ½ Stunden. Danach war ich heiser, hatte einen brummenden Schädel und ungefähr 100 Mal gefragt „How are you today?“ und „What are your plans for tonight?“.
Aber ich wurde allgemein sehr freundlich von den Gästen aufgenommen und meine Nationalität schlug bei Briten und natürlich bei Deutschen auf sehr fruchtbaren Boden und mir wurde alles Gute für die nächsten 8 Wochen gewünscht.

Der Freitag und Montag verlief dann nach dem bereits erwähnten Muster des Guest Relations und wurde durch kurze Gespräche durch vom Vorabend wiedererkannte Gäste erleichtert. Außerdem verbrachte ich diese Abende mit Lisa in kleinen netten Restaurants in der Altstadt.Ich muss allerdings sagen, dass Pocha (ein Nationalgetränk aus Zitrinensaft, Honig und Zuckerrohrschnaps) gar nicht mein Ding ist!

Pizzaherz Lisa mit Pizzaherz

Was mich zum Thema Essen bringt…..ich hatte ja erwähnt, dass mich das Hotel versorgen wollte….tut es auch. Allerdings ist das Mittagessen bis auf die Suppe sowie Salat eigentlich nicht wirklich erträglich. Deshalb spare ich mir das Abendessen dort und bleibe bei Brot in meinem Appartement. Allerdings gibt es eine nette Kaffeepause um 16 Uhr bei der es meeeggggga leckere Gepäckteilchen gibt, an denen ich mich großzügig labe. Bald pass ich nicht mehr in meine Anzughosen :-D

Nach den Guest Relations Erfahrungen kam am Wochenende dann mein Eintritt in die Welt der Schönheit und Entspannung, sprich ab ins SPA. Dort traf ich dann gleich mal zwei gleichaltrige deutsche Auszubildende (ebenfalls im lilafarbenen Kimono/Samuraischülerinnen-Outfit). Diese verlassen zwar in 2 Wochen das Hotel, aber sie sind sehr nett und ich war auch schon auf ein Bier mit den beiden unterwegs.
Die deutsche Begleitung im SPA sowie die anderen sehr netten Mädels machen das komplexe und vollkommen wirre Kassensystem sowie 153710237 Produkte in der Boutique (welche mein Gebiet ist) wett. Ich muss zugeben, ich bin überwältigt was es alles gibt um es sich auf den Körper zu schmieren. Wir dürfen auch alle Produkte ausprobieren, was angesichts der 5 Sterne Marke ESPA ganz nett ist :-).


Vielleicht bekomme ich ja auch noch mal die Ehre und darf an einem der nächsten Wochenenden im SPA auf den Behandlungstisch, natürlich nur um dann Empfehlungen an Gäste auszusprechen….niemals aus Eigennutz.
Nach 5 unglaublich anstrengenden ersten Tagen im Cliff Bay genieße ich jetzt mein Wochenende (Di & Mi) und unternehme viel mit Lisa.

Dazu aber später mehr….

4. Tag: Heute: Hoch hinaus und wieder runter!

Mittwoch, 25.01.2012

Heute stand mir ein sehr spannender und anstrengender Tag bevor. Aber ich war so klug mir immerhin zusätzliche 4km Fußweg zur Seilbahn hoch nach Monte zu sparen, indem ich mich in einen Bus gewagt habe. Klappte auch mit der Hilfe einer netten Einheimischen sehr gut.
An der Seilbahnstation angekommen genoß ich noch ein wenig die Sonne und betrat nach der Ankunft von Lisa mutig die Seilbahn. Diese führte uns hochhinaus (4km) nach Monte.

Dort angekommen ging es mit einer zweiten Seilbahn noch mal ein Stückchen zurück zum Botanischen Garten um Blümchen und Palmen und Kakteen und Blümchen und Blümchen und Blümchen zu bestaunen (ohh und Papageien).
Nachdem wir dann nach Monte zurückkehrte überkam uns furchtbarerer Hunger, welcher uns in ein kleines Lokal führte. Für uns gab es ganz madeirisch Tomaten-Zwiebelsuppe mit poschierten Ei und danach Degenfisch mit Salat und Kartoffeln zu ganz internationaler Cola.

Hafen Seilbahn Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Riesen Agarven Meine Palme Weißer Pfau Auf der Jagd nach einer augefallenen Pfauenfeder Die Beute: die ausgefallene Pfauenfeder!

Mit gefülltem Magen waren wir dann so mutig und haben uns an einer der bekanntesten Attraktionen auf Madeira gewagt! Die Korbschlittenfahrt. Diese führt circa 2km die Bergstraßen hinunter und das in einem Affenspeed!
Es war UNGLAUBLICH! Wir haben geschrien und gelacht und um unser Leben gebangt. Aber es war grandios! Vielen Dank an die Korbschlittenfahrer an dieser Stelle. (Es gibt sogar ein Video, sollte ich es hochladen können, wünsche ich viel Spaß damit).

Korbschlittenfahrer Korbschlittenfahrer Wir im Korbschlitten

Leider führt die Fahrt nicht bis ganz nach Funchal zurück, weshalb wir um uns das Taxigeld zu sparen zu Fuß gelaufen sind. Bergab…sehr steil Bergab. Jetzt hab ich keine Knie mehr.
Aber wir sind ja jung und fit, deshalb ging es noch in die sehr schöne Altstadt mit bunten Türen und der Fortaleza de Sao Tiago. Sehr gelb und schön und sehr fotogen das Ganze.

  Aldstadt Tür in der Altstadt Fortaleza de Sao Tiago Fortaleza de Sao Tioago

Zur Erholung dieses erfolgreichen Tages gab es dann einen Tee und meeeegggga geile Pasteten (aus Blätterteig und Puddingfüllung) im Golden Gate Cafe. Außerdem haben wir Pläne für Freitagabend sowie Dienstag gemacht. Ich freu mich schon, mit einer netten Begleitung macht alles gleich viel mehr Spaß!

Jetzt sitze ich hier und ruhe meine gequälten Beine und Füße aus und erwarte meinen morgigen Tag. Ich hoffe es geht alles gut. Ich hab jetzt doch ein bisschen Bammel…

Tag 3: Dienstag (oder auch: Eigentlich der erste Arbeitstag, 2. Versuch!)

Mittwoch, 25.01.2012

Auch dieses Mal bin ich in voller Montur ins Hotel. In der Lobby wartete ich dann auf Teresa (mit der ich auch vorher im E-Mail-Kontakt stand). Diese war sehr nett und begrüßte mich gleich mit Umarmung und Küsschen (@Vicky: Lach nicht!).

Ich wurde dann ein bisschen durchs Hotel geführt und vielen Menschen mit portugiesischen Namen vorgestellt. Außerdem weiß ich jetzt wo es Essen gibt!
 Sie teilte mir dann mit, dass ich neben Guest Relations auch an die Rezeption vom Spa soll (da dachte ich dann, lieber will ich ins Spa). Aber naja…also zum Spa Manager  (Diamantino) und der Guest Relations Frau (Lina).

Hier wurde mir mal wieder gesagt, dass ich erst Donnerstag um 9 Uhr anfangen brauche (bis 18 Uhr) und, dass ich immer Dienstags und Mittwochs frei habe (statt dem Wochenende). Aber ich könnte jetzt eine Hotelführung für Gäste mitmachen und danach meine Uniform (!!!) anprobieren.
Gesagt getan, auf zur Hotelführung für Gäste. Diese bestand aus 3 Hannoveranern (sehr nett und gesprächig beim Anblick einer Dortmunderin) und 2 Engländern. Hinzuzufügen ist, dass das Klientel von Madeira etwas älter ist.

Die Führung war sehr informativ und endete im Spa mit einer kleinen Demonstration.
Im Spa bekam ich dann auch die nette Spa-Uniform (eine Art lila Kimono mit Hose, welche etwas zu kurz war, da die Madeirer alle viel kleiner sind als ich). Nach dem Besuch der Hotelschneiderin und meinem zukünftigen Spint war das aber auch geklärt und ich entlassen. Arbeitszeiten: Donnerstags, Freitags u Montags um 9 Uhr als Guest Relations und Samstags und Sonntags um 9 Uhr im Spa.

Und wieder ein unerwarteter freier Tag, den ich im Botanischen Garten verbringen wollte. Leider hat mich Google Maps verarscht und falsch geführt, weshalb ich am Ende zur Madeira Wine Company gegangen bin und dort auch eine einsame Deutsche namens Lisa getroffen habe.

Neben dieser netten Bekanntschaft gab es Wissenswertes über den Madeira Wine und eine Kostprobe. Außerdem haben Lisa und ich uns für den nächsten Tag verabredet um den Botanischen Garten und Monte zu besuchen und die Seilbahn sowie die Korbschlitten zu benutzen. Juhu!

  Berühmte Kachelkunst Markt Markt Markt Lisa Weinprobe Yummie :-D

Zurück im Zimmer dachte ich nach 6 Stunden Fußmarsch durch Funchal ich sterbe….tat ich aber doch nicht.

P.S. Ich hatte 3 Cheeseburger bei McDonalds.

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